Umzug

Aussicht aus Schlafzimmerfenster

Hallo ihr Lieben,

hier seht ihr was ich sehe wenn ich morgens aufwache 🙂

es ist schon eine Weile her, es tut mir auch wahnsinnig leid, aber irgendwie war die Luft sowas von raus, ich wollte nichts mehr wissen, nichts schreiben, einfach nichts.

Und immernoch ist mein Kopf ein bischen leer, was soll ich schreiben? Die Nacht vor dem Umzug war beschissen, bin recht früh aufgestanden, total gerädert, hab das Frühstück für die Helfer hergerichtet, ohne selber was zu essen, dachte die ganze Zeit ich kipp um, bei jedem Geräusch aus dem Fenster geschaut ob der LKW kommt, noch paar Sachen eingepackt und verstaut, nochmal Fotos gemacht… wahnsinn… so ein komisches Gefühl!

Dann… kam der LKW, mir ist geschwind richtig schlecht geworden… fast gleichzeitig die erste Helferin, eine Freundin, war ich froh, sie war so positiv (meinte so, ja und? wenn niemand mehr kommt, machen wir das eben… ich war so dankbar) aber natürlich kamen alle… wow… so viele Leute und ich immer so zwischen *AAAAHHHH WAS MUSS ICH MACHEN* und *OMG ICH WERD OHNMÄCHTIG* weil irgendwie… zu sehen wie einem die Bude, die Höhle in der man fast 5 Jahre gelebt hat ausgeräumt wird und noch dazu in so einem Tempo, das war schon verrückt…

und nach ich glaube nichtmal 3 Stunden war alles leer… alles im LKW… was soll ich sagen? es hätte noch Platz gehabt. Dann ab nach H. ich bin das erste mal im LKW mitgefahren, mensch war das wackelig und langsam, aber voll gut 🙂 komischer Gedanke: da ist jetzt alles was ich besitze drin.

In H. angekommen, dort hat meine Ma, meine Schwester und meine Nichte schon das Essen vorbereitet und alle in den Autos waren natürlich schneller, also war genauso schnell ausgeräumt, meine neue Bude war plötzlich gerammelt voll, kein Platz mehr für gar nichts. Wieder komisches Gefühl. Keine Ahnung wo was ist. Jeder hat gefragt was er tun kann aber irgendwie wusste ich es ja selber nicht? Ich war etwas überfordert, zumal ich ja ein paar Aufgaben verteilt habe, die dann aber nicht so unbedingt gemacht wurden. Ich habe wärenddessen die Degus eingeräumt, die armen waren super im stress, dazu aber ein extra-post mit süßen Bildern.

Leider waren Schrauben vom Sofa verschwunden, so dass wir nicht wirklich weiter machen konnten und wir waren auch alle kaputt, so dass die Helfer nach und nach dann gegangen sind und ich bin dann mit zu meinen Eltern, dort in Ruhe den Abend verbringen.

Die nächsten zwei Tage habe ich mit Hilfe natürlich meine alte Wohnung gestrichen, einen Tag die Wände, einen Tag die Decke, hatte wieder mal den Muskelkater schlechthin und hab mich gefühlt wie durchgekaut. Den dritten Tag hab ich die erste Nacht in der neuen Wohnung verbracht. Kein Internet, kein TV, kein Schraubenzieher… okay… was solls… einkaufen gegangen, gegessen (extra post^^) und duschen… wo ist das duschgel? KA! Also mit der Handseife geduscht. Wo ist die Unterwäsche??? KA! Bei den Putzlappen noch ne fadenscheinige Unterhose gefunden (sie war gewaschen, also noch kein offizieller Lappen) …man muss sich zu helfen wissen und Buch lesend ins Bett gegangen…

Die Nacht war so lala… alles ungewohnt, draußen ist immer ein Mähdrescher oder so rumgefahren.

Was ist also nicht so gut gelaufen oder würde ich anders machen?

Geärgert hat mich, dass mir nicht gesagt worden ist wenn etwas kaputt gegangen ist, ein Regal ist gebrochen, Füßle hat gefehlt und ein Schrank hat Schrammen, zum Glück hinten. Ich meine, man hätte das doch kurz sagen können oder? das ist nicht die feine Art auch wenn ich echt dankbar für die Hilfe bin. Kleinere Kratzer… naja, man hätte sicher auch etwas langsamer tun können, dann wäre vielleicht nichts passiert zumal ja echt viele Helfer da waren. Ein Schrank wurde aufgebaut (weis gar nicht von wehm, ich war in einem anderen Zimmer) da haben 6 oder 7 Schrauben gefehlt, die ich Tage später nochmal mit meinem Vater eingebaut habe. Das hat mich wirklich ein bischen geärgert, an den Scharnieren war jeweils nur eine von zwei Schrauben eingedreht… also wenn man hilft, sollte man es richtig tun finde ich.

Ich würde mehr kleinere Kartons packen, ich hatte ein paar große und die waren echt übel schwer. Ich würde meine Haustiere doch vorher schon umziehen, das war einfach so viel stress für sie.

Was ist super gelaufen und würde ich wieder so tun?

Ich würde wieder so viele Helfer einladen, auch wenns insgesammt etwas stressig war, es ist doch besser als wenn man nicht fertig wird, also ich finde immernoch lieber zu viele Helfer. Ich würde wieder alles so machen, ich würde auch das Essen wieder so berechnen, auch wenn ich jetzt keine Pizzaweckle mehr sehen kann. Die Helfer würde ich etwas besser einteilen, dass beim streichen mehr Leute da sind, das war nämlich richtig üble Knochenarbeit. Ich würde die Nacht nach dem Umzug vielleicht alleine verbringen, ich hatte das Gefühl Ruhe zu brauchen, andererseits wäre ich dann vielleicht auch in ein Grübel-loch gefallen?

Alles in allem ist alles super gelaufen. Alle negativ-im-vorraus-Meinungen haben nicht gestimmt, vor allem, dass meine Sachen nicht in den LKW passen… hallo??? da hätte meine Küche auch noch rein gepasst.

Ich muss da lernen, mir negatives nicht so nahe gehen zu lassen, das ist leider nicht so einfach für mich und ich merke das ich richtig empfindlich werde. Ich möchte nichtmehr schlecht denken, schwarz malen oder so… ich will froh sein, dass alles so gut klappt wie es eben klappt… und auch nach dem Umzug musste ich mir anhören das es viel zu viele Helfer waren… was soll das? Es ist gelaufen und es ist gut gelaufen, wieso muss ich mir danach noch so nen Kopf machen? Ich wollte nur abschalten und froh sein, dass jetzt alles in der neuen Bude ist.

So. Jetzt wohne ich schon über eine Woche hier und hab mich noch nicht eingelebt. Die Nachbarn sind supernett, haben alle Hallo gesagt und mir gesagt das ich klingeln kann wenn was ist. Voll nett, hab mich richtig gefreut 🙂 Die Wände sind noch so fremd, aber nach und nach wird es schon wohnlich. Die Degus rappeln wieder, was will ich mehr? 🙂

Liebe Grüße von der, die jetzt endlich komplett neu angefangen hat.

Claudia

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2 Gedanken zu “Umzug

  1. Ohhh, der Ausblick ist echt wunderschön! .)
    Zähne zusammen beißen, bald ist alles wieder an Ort und Stelle und ich hoffe, dass du dich schnell in deiner neuen Höhle einlebst.

    Liebstn Gruß
    Mexi

    • Hallo 🙂
      ja, danke, ich hoffs auch. Hatte ja etwas mehr Menschen vor dem Fenster erhofft, ich beobachte doch gerne, aber so isses auch schön 🙂 riecht halt manchmal bissle nach Stall.
      Grüßle
      Claudia

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