Reste-Pasta, Freizeitstress und schonwieder ein Countdown

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Hallo,

ich melde mich mal wieder, bei mir häufen sich die Posts die geschrieben werden wollen, aber ich komm grade irgendwie zu nichts.

Warum?

Also natürlich nicht nur, aber zum großen Teil an meinem persönlichen Countdown…

NOCH 8 TAGE…

…. dann stehe ich auf den Brettern die die Welt bedeuten 😛

okay, ich gebe zu, genau diese Bretter gehören zu einer Bühne eines kleinen Laientheaters, wir machen Mundart, also -wer erräts?- Schwäbisch… und das wo ich im normalen Leben relativ un-schwäbisch rede… auf jeden Fall bin ich so so so nervös!

Aber von vorne…

ich bin ja vor etwa einem halben Jahr hierher gezogen und musste meinen Chor schweren Herzens verabschieden. Hier hab ich einen neuen gesucht aber bei dem Chor hier im Ort hab ich mich nicht wohl gefühlt. Auf der Homepage hab ich die Theatergruppe entdeckt… und durfte im Januar mal zuschauen kommen. Ich war sehr nervös, nach der schlappen mit dem Chor wusste ich ja nicht was mich dort für Menschen erwarten und irgendwie bin ich durch meine Vorgeschichte ein bischen „Menschenvorsichtig“ geworden… aber nun gut… diese paar Menschen dort… sind so so so herzlich! Ich hatte gleich das gefühl willkommen zu sein, alle waren freundlich und lieb, ich hatte gleich Spaß. Kurze Zeit später haben wir uns zum probelesen des neuen Stücks getroffen und ich sollte eine kleine Rolle lesen… und???…

…ich habe diese kleine Rolle. Sie ist klein, aber es gibt sie. Ich bin dabei, ich dachte ich mache erstmal die Sufleuse, aber nein, ich spiele mit! …wir probten also nach und nach… es fiel mir am Anfang extrem schwer, mich fallen zu lassen…

was denken die anderen?

finden sie mich blöd?

Bin ich richtig in der Rolle?

Kann ich das?

Blamiere ich mich?

Denken die anderen blöd über mich weil ich manchmal texthänger habe trotz dieser kleinen Rolle?

Hätte eine andere Frau die Rolle lieber gehabt?

….so bin ich halt. Mittlerweile habe ich mich eingelebt. Ich fühle mich wohl, ich gehöre schon ein bischen dazu. Trotzdem fällt mir vieles schwer, trotzdem habe ich oft solche was-denken-die-über-mich-Gedanken, kann nicht immer aus mir rausgehen. Aber ich muss. Das ist auch gut. Es lernt mir vieles. Ich darf lachen, ich muss oft lachen, weil manche Situationen so lustig sind, weil ich mich selber manchmal in dieser Rolle lustig finde, irgendwie dachten wir am Anfang ich bin gar nicht passend zu der Frau-im-Stück, sie heisst übrigens Annette (im Schwäbischen A-nedde = eine Nette…ist das nicht nett???) weil ich groß und mollig bin, aber mittlerweile denken wir es passt gut, auch wenn die Männer kleiner/schlanker sind als ich… es gibt ein paar Momente wo ich es sogar außerst passend finde und ich denke es wird auch den ein oder anderen Lacher bieten 🙂

Jedenfalls haben wir gestern geprobt, der letzte von drei Akten, hoch und runter… irgendwie fällt mir das Ende schwer, weil ich vereinzelt Sätze sagen muss und oft den Einsatz verpasse, aber es wird bestimmt noch. Danach sind wir noch zusammengesessen und haben die ein oder andere Flasche Wein getrunken.

Ich mag diese Abende, wo nach der Probe noch um einen Tisch gesessen wird, Wein getrunken, evtl. was Süßes gegessen wenn jemand was mitgebracht hat… und wir sitzen immer auf der Bühne, unten und draußen ist es dann schon dunkel, ich stelle mir das Bild sehr schön vor wenn man von draußen rein schaut, vielleicht mache ich mal ein Foto. Jedenfalls ist es so heimlich, gestern haben wir dann gegen später den Vorhang geschlossen, da wars noch muckeliger 🙂 …wir haben getrunken, geredet geredet und geredet, einer hat plötzlich ein Lied gesungen, wir haben gelacht, es war so schön. Irgendwann um halb Zwei sind wir dann nach Hause, ich habs nicht weit, keine 2 Minuten, nur über die Straße… und ins Bett gefallen.

Das aufstehen heute war nicht so schön, aber um 10 Uhr mussten wir die Kulisse aufbauen. Wir also los zur Scheune (Fundus) und alles eingeladen, zur Bühne und alles aufgebaut. Das war ganz schön anstrengend aber teilweise auch langweilig weil man oft nichts machen kann und warten muss bis etwas aufgebaut wurde. Irgendwann gabs dann Apfelkuchen und Kaffee und dann wurde endlich mit Kulisse geprobt. Das ist nochmal was ganz anderes! Türen gehen auf und zu, es ist schon fast alles da, man braucht plötzlich für manches viel mehr Zeit und Timing ist auch sehr wichtig! Und man sieht ja von hinten nichtmehr was vorne passiert.

Also haben wir geprobt und geprobt… das GANZE Stück… wir hatten Hunger und alle waren müde, angespannt und etwas genervt… bis 17:30, dann sind wir alle nach Hause, ich fühl mich total ausgelaugt, heute habe ich auch nicht viel Lob bekommen, aber ich konnte auch nichtmehr so wirklich, mir war heute morgen schon Übel und das zog sich so bischen durch (nicht wirklich schlimm, mehr so ein Unwohlsein) …aber jetzt hab ich etwas gekocht, liege gemütlich auf dem Sofa und denke über eine heisse Schokolade nach 🙂

Das gabs zum Essen: Reste-Pasta als Nervennahrung, Bandnudeln gut bissfest kochen, Wasser fast ganz abschütten, etwas muss noch drin bleiben, eine Tasse TK-Erbsen und zwei grob geschnittene Tomaten dazu, kurz kochen lassen, gekörnte Brühe, italienische Kräuter und viel Pfeffer dazu, einen halben Becher Schmand und ein Esslöffel Tomatenmark drunterrühren, fertig 🙂 Schnell und lecker und einige Reste verwertet. Dazu hab ich so ein Knusper-fisch-dings gebraten, ein paar eingelegte Karottensticks und ein alkfreies Bier. Lecker wars 🙂

Das Wetter war hier eher beschissen, es hat den ganzen Tag geregnet und geregnet, so wars auch okay etwas drinnen zu machen und keine Maiwanderung 🙂

Nächste Woche wird täglich geprobt und dann…

am 9. und 10. Mai stehe ich auf der Bühne. Richtig in echt. Und ich hoffe das ich es gut mache, ich werde alles geben… schon alleine um es allen zu beweisen die meinten das ich das nicht könnte… damit ich sagen kann ÄTSCH… 😉

So. Etwas wirr geschrieben? Ich habs einfach so aufgeschrieben wie es aus meinem Kopf kam 🙂 …interessiert euch das? Soll ich mehr erzählen? Vielleicht schaffe ich es nächste Woche ab und an Zwischenstand zu berichten, wenn nicht, nicht böse sein, ich hab wirklich Di-Do Probe jeden Abend. Freitag und Samstag zählts dann. Da bleibt sonst nicht viel zeit für irgendwas.

Ich drück euch alle und wünsch euch nen entspannten Abend… und heute auf noch Schwäbischer:

Ade.

A´nedde 😉

 

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2 Gedanken zu “Reste-Pasta, Freizeitstress und schonwieder ein Countdown

  1. das mit dem theater hast du toll beschrieben. und ich kann mir genau vorstellen, wie es wäre dabei zu sein. da würde ich am liebsten mäuschen spielen. ich würde natürlich gerne mehr davon hören. und wünsche dir ganz viel spaß und erfolg. und weiterhin viel mut 😀 für deine theatergruppe und die aufführung.

    • danke für deinen lieben Kommentar ❤ ja, ich bin selber von mir selbst erstaunt, das ich das jetzt wirklich mache! Und denke "verrückt" und das ich jetzt so Spaß an der Sache finde und wieder sowas spüre, sowas was mir zeigt das ich einfach Lebe.

      Mäuschen… nun, die Aufführungen sind ja Öffentlich 🙂 und Stuttgart ist nur wenige Autominuten entfernt und einen Besuch wert 🙂

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